KIEFER-GESICHTS-CHIRURGIE

Implantat TITAN




PUBLICATION

 
Kiefer-Schwund

Dr Frank-Peter Spahn
Editions / Hans Huber
15,00 € l'exemplaire
 

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Leseprobe : Kiefer-Schwund...und doch sind festsitzende Zähne möglich



Zur Bedeutung des Zahns

Die individuelle Ästhetik ist statisch und dynamisch an das Kausystem des Einzelnen gebunden. Zahnverlust bedeutet Störungen in diesem System, Änderungen, die auch mit weitgehenden Erkrankungen einhergehen können. Ungläubig hören Patienten häufig von ihren Zahnärzten, "bei Ihnen ist mit festsitzendem Zahnersatz nichts zu machen. Es geht nur herausnehmbarer Zahnersatz".
Bevor wir der Sache auf den Grund gehen und feststellen werden, daß es doch einen Ausweg aus dem geschilderten Dilemma gibt, ist es wichtig, die Bedeutung des Zahns im Kauorgan zu erfassen.

1. c 25 Jahre "richtiger" festsitzender Zahnersatz

Die letzten 25 Jahre haben in der Entwicklung der Implantations-Chirurgie Fortschritte gebracht, die bei praktisch allen vorkommenden anatomischen Verhältnissen es erlauben, das Kauorgan sicher wieder instand setzen zu können, ob nun einzelne Zähne oder bereits ganze Kieferbereiche rekonstruiert werden müssen. Dies führt natürlich zu einem völlig neuen Selbstbewußtsein der betroffenen Menschen, zu einem Selbstbewußtsein bis ins hohe Alter; Prothesengesichter können vermieden werden. Depressionen, die damit zusammenhängen, daß die die Wangen- und Lippenhaut stützende Prothese zumindest zur Säuberung entfernt werden muß und die Gefahr besteht, der Partner könne dies "mitkriegen", brauchen nicht mehr gefürchtet zu werden.

Krankheiten, die durch die eingeschränkten Nahrungsaufnahmemöglichkeiten ehemals entstanden, können sich nicht mehr entwickeln. Einschränkungen und auch Selbstbeschränkungen bei beruflichen Entwicklungen, öffentlichen Ämtern, können heute aufgrund der bedeutenden Entwicklung der maxillo-facialen (Kiefer-Gesichts-) Implantationschirurgie unbeachtet bleiben. Berufseinschränkungen müssen nicht mehr hingenommen werden.
So schreibt der 56-jährige Patient L.K. , aus C.:
Im Alter von 47 Jahren verlor ich, nach dem ich über 14 Jahre eine an den sechs Oberkieferfrontzähnen befestigte herausnehmbare Brücke getragen hatte, auch diese restlichen Zähne. Mit der vom Zahnarzt gefertigten Oberkiefer-Prothese kam ich nicht zurecht. Die Anfertigung festsitzenden Zahnersatzes lehnte der Zahnarzt mit Hinweis auf meine ausgedehnten Kieferhöhlen ab und setzte mir in die Oberkieferfrontzahnregion vier zylinderförmige Implantate. Darauf befestigte er wieder die Vollprothese. Ich litt Tag und Nacht; ich fühlte mich total unsicher; im Betrieb ließ meine Leistung nach, zu Hause reagierte ich unwirsch und abweisend gegenüber meiner Frau, allein aus Gründen der Unsicherheit. Sie durfte nicht bemerken, daß ich im Oberkiefer herausnehmbare Zähne trug. Schließlich ist sie 13 Jahre jünger als ich. Hinzu kam, daß laufend Entzündungen an den Implantaten entstanden, schmerzhaft waren und behandelt werden mußten. In zwei Jahren war ich mehr als einhundert Mal beim Zahnarzt. Ich fehlte insgesamt mehr als 40 Arbeitstage. Da Rationalisierungsmaßnahmen in der Firma durchgeführt wurden, mein Verhältnis zu den Kollegen getrübt war und ich mich einem regelrechten Mobbing ausgesetzt sah, gab ich den Kampf um meinen Arbeitsplatz recht schnell auf. Mit 50 habe ich es aber doch noch einmal wissen wollen. Ein anderer Zahnarzt, aus dem Tennisklub, riet mir, mich in der Fb-Klinik in Wuppertal nach Disk-Implantaten zu erkundigen. Als Bauingenieur kann ich mir die Besonderheiten der Kraftübertragung bei Disk-Implantaten, nach dem mir diese in der Felderbach Klinik dargelegt worden waren, gut vorstellen. Ich war sofort davon überzeugt, daß bei den bei mir vorliegenden schmalen Knochenverhältnissen mit den Zylinderförmigen Implantaten und herausnehmbarem Zahnersatz Probleme vorprogrammiert waren. In einer Sitzung habe ich daher die Zylinder-Implantate entfernen lassen und sofort durch Disk-Implantate ersetzen lassen. Innerhalb von acht Tagen erhielt ich die festsitzende Brücke, nach der ich mich so lange gesehnt hatte. Sehr schnell erholte ich mich von der depressiven Zeit, in der ich so gar keine Zukunftsmöglichkeiten sah und war bald wieder der Alte, unternehmungslustig und beliebt wie in den früheren Jahren. Auch meinen Sportarten konnte ich wieder nachgehen, ohne Angst haben zu müssen, die Prothese zu verlieren. Seit fünf Jahren habe ich nun wieder eine Anstellung, nette Kollegen und ein wunderbares Familienleben. Alles ist wieder im Lot.

Eine herausnehmbare zahnärztliche Prothese sollte nur noch in besonderen Fällen akzeptiert werden, führt sie doch grundsätzlich zum weiteren Zahnverlust oder zur Auflösung des Restkieferknochenvolumens.

Für herausnehmbare Prothesen, die auf zylinderförmigen Implantaten befestigt werden, gilt grundsätzlich dasselbe, kann es sich doch aufgrund der Hebelwirkungen, die mit abnehmbarem Zahnersatz verbunden sind, nur um vorübergehende prothetische Lösungen handeln.

Die Durchführung der Kieferimplantationen

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?
Die Basalosseointegration ist eine Kiefer-Gesichts-Implantation, denn sie fordert den Kieferknochen und erhält dadurch die Gesichtsstrukturen. Daher werden von einem BOI-Implantologen fundiertes kiefer-gesichts-chirurgisches Fachwissen und chirurgisches Können gefordert.

Komplizierende Faktoren und ihre Bedeutung für den Implantationserfolg

Implantatseitige Risiken
Seit den grundlegenden Verbesserungen, die das Juillet-Implantat bereits 1977 erfahren hat und die sich vor allem auf die Verbreiterung des gewindetragenden senkrechten Stifts bezog, sind Frakturen des Implantats sehr selten. Das Disk-Implantat wurde unter Berücksichtigung dieser biomechanischen Verbesserungen gestaltet. Frakturen sind aufgrund seiner Fertigung im Monoblock-Verfahren, also ohne Schweißstellen sowohl am übergang zur Basisplatte, wie auch im Gewindebereich nicht zu erwarten.

Anhang

Patienten fragen - Experten antworten kurz und bündig
Teilnehmende Experten: Dr. Becker, Bonn, Dr. Besch, Neunkirchen, Dr. David, Niederkrüchten, Dr. Fernsebner, Laufen, Dr. Gerard, Lüttich, Dr. Ihde, Uetliburg/Schweiz, Dr. Penez, Bourg-en-Bresse/Frankreich, Dr. Rossand, St. Cloud/Frankreich. Moderator: Dr. Dr. Spahn. Ort: München, anlässlich der Jahrestagung des Implantoral Club International 1998.

Wie alt war Ihr ältester Patient; gibt es eine Altersgrenze?
Dr. Spahn : Dies möchte ich gleich selbst beantworten: Ein 84jähriger Kölner war 1982 mein bisher ältester Implantatpatient. Bei ihm wurde in Lokalanästhesie der gesamte Unterkiefer implantiert. Nach 40 Jahren Tragen einer herausnehmbaren Totalprothese war er überglücklich über die nun festsitzende Brücke. Die Investition hat sich gelohnt: Der Patient wurde kürzlich 100 Jahre alt, ist also seit 16 Jahren mit BOI-Implantaten versorgt. Eine Altersgrenze sehen wir also nicht.